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Pressemitteilung vom 11. Januar 2018

Segelabteilung beim FC St. Pauli gegründet

Seit Mittwoch (10.1.) stellt der FC St. Pauli eine Segelabteilung. Am Abend versammelten sich mehr als 100 Personen zur Gründungsversammlung und Vorstandswahl im Millerntor-Stadion. Der FC St. Pauli verfügt somit als erster Profi-Fußballclub in Deutschland über eine Segelsparte.

Bei der Versammlung am Millerntor wählten die Anwesenden Helga Numberger zur Vorsitzenden. Die 46-Jährige hatte auch die Idee für die Gründung. Als Stellvertreter wurde Björn Lecsko bestimmt. Zudem wurden die weiteren Posten der Abteilungsleitung in offener Wahl besetzt.

Die neue Abteilung will diverse Segel-Aktivitäten unter der Flagge des FC St. Pauli bündeln: Dazu gehören Freizeitsegeln auf der Alster, Törns auf Flüssen und Binnengewässern, beispielsweise Elbe, Schlei und Plöner See, sowie auch Langfahrten auf Nord- und Ostsee. Außerdem wollen die braun-weißen Segler Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene organisieren und das Segeln stärker als Breitensport etablieren.

Die St. Paulianer haben sich das Ziel gesetzt, das teilweise noch recht elitäre und konservative Image des Segelsports zu erneuern und die politischen und sozialen Werte des FC St. Pauli stärker zu etablieren. Dafür sind Aktionen wie eine „Regatta gegen rechts“ auf der Alster (in Anlehnung an den „Lauf gegen rechts“) angedacht oder Sammelaktionen wie beispielsweise „1910 Seemeilen“ für einen bestimmten Zweck. Auch Kooperationen mit Flüchtlingsinitiativen sollen geprüft werden. Außerdem ist das Segeln mit barrierefreien Booten ein wichtiges Ziel.

Dazu soll es ein Rahmenprogramm geben: Filmabende, langfristig eine Ausstellungen im St. Pauli-Museum, Vorträge von Fachleuten, praktische Übungen wie Knotenkunde, Chartertörns, Aktionen zum Hafengeburtstag, Klönschnack, Partys und vieles mehr.

Um nun all diese Pläne zu realisieren, sind bereits diverse Arbeitsgruppen gegründet und Kooperationen mit anderen Vereinen und Segelschulen angeschoben worden. Die Gründung war lediglich der Auftakt; dabei zeigte sich aber angesichts des großen Interesses bereits das Potenzial, das in einer St. Pauli-Segelabteilung liegt.